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Krantz & Polak Resolve
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Erklärung Wasserschaden · 5 min von Krantz & Polak

Leckage im Haus: Schritt-für-Schritt-Plan und was versichert ist

Vom Stoppen des Wassers bis zum Anspruch: die richtige Reihenfolge bei einer Leckage und welche Kosten in der Regel gedeckt sind.

Eine Leckage verlangt schnelles und ruhiges Handeln. Mit der richtigen Reihenfolge begrenzen Sie den Schaden und schützen zugleich Ihren Anspruch.

Schritt für Schritt

  1. Stoppen Sie die Zufuhr. Drehen Sie den Haupthahn zu und, bei einem Leck an einem Gerät, auch die Zuleitung dieses Geräts.
  2. Achten Sie auf den Strom. Steht Wasser an Steckdosen oder am Sicherungskasten? Schalten Sie dann die Elektrik in diesem Raum ab.
  3. Begrenzen Sie den Schaden. Fangen Sie Wasser auf, stellen Sie trockene Sachen um, tupfen Sie nasse Stellen ab und lüften Sie. Das ist Ihre Schadensminderungspflicht — bewahren Sie die Belege auf.
  4. Suchen Sie die Ursache. Beauftragen Sie einen Installateur. Ist das Leck nicht zu finden, kann eine Leckortung weiterhelfen.
  5. Dokumentieren Sie alles. Fotografieren und filmen Sie, bevor Sie aufräumen; notieren Sie Datum, Uhrzeit und Ursache.
  6. Melden Sie den Schaden Ihrem Versicherer und bitten Sie um eine Schadennummer.

Was ist in der Regel versichert?

  • Die Folgeschäden an Wänden, Böden, Decken und Hausrat durch eine plötzliche Leckage.
  • Die Stemm- und Aufbrucharbeiten, um an die Leitung zu gelangen, und die anschließende Instandsetzung.

Was oft nicht?

  • Die Reparatur des Lecks oder der Leitung selbst.
  • Schäden durch Grundwasser, durchschlagende Feuchtigkeit oder unterlassene Instandhaltung.
  • Langsam durchsickernde Leckagen, die lange unbemerkt blieben.

Achtung — Die Grenze zwischen “plötzlich” und “allmählich” sowie zwischen Leckreparatur und Folgeschaden entscheidet oft über das Ergebnis. Im Zweifel lohnt sich eine unabhängige Beurteilung.

Wann ist ein eigener Gutachter sinnvoll?

Nicht bei jedem kleinen Schaden — aber in diesen Situationen erzielt ein eigener Gegengutachter fast immer ein besseres und faireres Ergebnis:

  • Der Schaden ist erheblich (Richtwert: ab etwa 5.000 €).
  • Der Versicherer zweifelt an Ihrer Darstellung oder wirft Ihnen Vorsatz, Fahrlässigkeit oder Betrug vor.
  • Die Ursache oder der Hergang ist unklar — häufig bei Brand- oder Wasserschäden.
  • Es wird ein Ausschluss oder Abzug geltend gemacht, den Sie nicht nachvollziehen können.
  • Es geht um Unterversicherung oder Diskussionen über Zeitwert und Abschreibung.
  • Neben dem Sachschaden besteht ein Betriebsschaden.
  • Ihr Anspruch wurde (teilweise) abgelehnt.
  • Bevor Sie unterschreiben — oder bevor der Gutachter des Versicherers den Schaden einseitig festlegt.

Unsicher, ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist? Eine erste Einschätzung kostet nichts.

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