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Krantz & Polak Resolve
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Erklärung Erste Hilfe · 5 min von Krantz & Polak

Die ersten 24 Stunden nach einem Brand- oder Wasserschaden

Ein übersichtlicher Schritt-für-Schritt-Plan für die ersten, chaotischen Stunden. Was tun Sie zuerst, und was kann noch etwas warten?

Die ersten Stunden nach einem Brand oder einer großen Leckage sind verwirrend. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, einen kühlen Kopf zu bewahren und Ihre spätere Position zu schützen.

1. Sorgen Sie zuerst für Sicherheit

Menschen und Tiere gehen vor allem anderen. Gehen Sie nach einem Brand erst wieder hinein, wenn die Feuerwehr dies für sicher erklärt. Bei Wasserschäden: Schalten Sie nach Möglichkeit den Strom in nassen Räumen ab und drehen Sie den Haupthahn zu, wenn weiter Wasser fließt.

2. Begrenzen Sie weitere Schäden (Ihre Schadensminderungspflicht)

Sie sind gesetzlich verpflichtet, weitere Schäden zu begrenzen, sobald dies gefahrlos möglich ist — zum Beispiel Wasser auffangen, Sachen umstellen oder ein Leck provisorisch abdichten. Diese angemessenen Kosten können Sie später oft zurückfordern, bewahren Sie also die Belege auf.

3. Halten Sie alles im Bild fest — bevor Sie aufräumen

Fotografieren und filmen Sie den Schaden ausgiebig, bevor Sie mit dem Reinigen oder Entsorgen beginnen. Werfen Sie beschädigte Sachen nicht weg, bevor sie dokumentiert sind; sie sind Ihr Beweis.

4. Melden Sie den Schaden Ihrem Versicherer

Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich über die App, das Portal oder Ihren Versicherungsvermittler. Bleiben Sie sachlich: was, wann, vermutliche Ursache und welche Maßnahmen Sie ergriffen haben. Bitten Sie um eine Schadennummer.

5. Unterschreiben Sie noch keine Einverständniserklärung

Sie müssen einen ersten Schadenbetrag nicht sofort akzeptieren. Nehmen Sie sich Zeit — und wissen Sie, dass Sie das Recht haben, einen eigenen, unabhängigen Gutachter einzuschalten.

Merken Sie sich — Sicherheit → Schaden begrenzen → dokumentieren → melden → nicht zu schnell unterschreiben. In dieser Reihenfolge liegen Sie richtig.

Wann ist ein eigener Gutachter sinnvoll?

Nicht bei jedem kleinen Schaden — aber in diesen Situationen erzielt ein eigener Gegengutachter fast immer ein besseres und faireres Ergebnis:

  • Der Schaden ist erheblich (Richtwert: ab etwa 5.000 €).
  • Der Versicherer zweifelt an Ihrer Darstellung oder wirft Ihnen Vorsatz, Fahrlässigkeit oder Betrug vor.
  • Die Ursache oder der Hergang ist unklar — häufig bei Brand- oder Wasserschäden.
  • Es wird ein Ausschluss oder Abzug geltend gemacht, den Sie nicht nachvollziehen können.
  • Es geht um Unterversicherung oder Diskussionen über Zeitwert und Abschreibung.
  • Neben dem Sachschaden besteht ein Betriebsschaden.
  • Ihr Anspruch wurde (teilweise) abgelehnt.
  • Bevor Sie unterschreiben — oder bevor der Gutachter des Versicherers den Schaden einseitig festlegt.

Unsicher, ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist? Eine erste Einschätzung kostet nichts.

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