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Krantz & Polak Resolve
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Erklärung Erste Hilfe · 4 min von Krantz & Polak

Checkliste: Welche Dokumente gehören in Ihr Dossier

Ein vollständiges, geordnetes Dossier ist Ihr stärkster Trumpf. Diese Checkliste hilft Ihnen, nichts zu vergessen.

Ob Sie die Abwicklung selbst übernehmen oder einen Gegengutachter beauftragen: Ein geordnetes Dossier macht den Unterschied. Es verhindert, dass Posten vergessen werden, und beschleunigt die Abwicklung. Nutzen Sie die folgende Checkliste und bewahren Sie alles in einem (digitalen) Ordner auf.

Ihre Versicherung

  • Der Versicherungsschein und die zugehörigen Versicherungsbedingungen.
  • Ein etwaiges Klauselblatt und der ausgefüllte Wert- oder Hausratermittlungsbogen.

Die Meldung

  • Die Bestätigung der Schadenmeldung und die Schadennummer.
  • Name und Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners beim Versicherer.

Die Beweise

  • Fotos und Videos aller Schäden, von der Übersicht bis ins Detail.
  • Aufnahmen der Ursache (Leck, Brandherd), soweit gefahrlos möglich.
  • Eine Schadenliste: je Gegenstand Beschreibung, Kaufjahr, Preis und Zustand.
  • Kaufbelege, Kontoauszüge, Garantienachweise, alte Fotos.

Die Kosten

  • Belege für Schadensminderungsmaßnahmen (Trocknung, Abdichtung, Lagerung).
  • Angebote und Rechnungen von Reparatur- und Reinigungsfirmen.
  • Kosten einer vorübergehenden Unterbringung, falls zutreffend.

Die Kommunikation

  • Ein Gesprächsprotokoll: Datum, Gesprächspartner, getroffene Absprachen.
  • Alle E-Mails und Briefe mit dem Versicherer und den Gutachtern.
  • Die Schadenberichte (des Versicherers und Ihres eigenen Gutachters).

Tipp — Nummerieren Sie Ihre Fotos und Belege und verweisen Sie in Ihrer Schadenliste darauf. Ein gut belegtes Dossier ist auf jedem Weg — Verhandlung, Kifid oder Gericht — Ihre beste Ausgangsposition.

Wann ist ein eigener Gutachter sinnvoll?

Nicht bei jedem kleinen Schaden — aber in diesen Situationen erzielt ein eigener Gegengutachter fast immer ein besseres und faireres Ergebnis:

  • Der Schaden ist erheblich (Richtwert: ab etwa 5.000 €).
  • Der Versicherer zweifelt an Ihrer Darstellung oder wirft Ihnen Vorsatz, Fahrlässigkeit oder Betrug vor.
  • Die Ursache oder der Hergang ist unklar — häufig bei Brand- oder Wasserschäden.
  • Es wird ein Ausschluss oder Abzug geltend gemacht, den Sie nicht nachvollziehen können.
  • Es geht um Unterversicherung oder Diskussionen über Zeitwert und Abschreibung.
  • Neben dem Sachschaden besteht ein Betriebsschaden.
  • Ihr Anspruch wurde (teilweise) abgelehnt.
  • Bevor Sie unterschreiben — oder bevor der Gutachter des Versicherers den Schaden einseitig festlegt.

Unsicher, ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist? Eine erste Einschätzung kostet nichts.

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